Das Wetter war nicht gerade einladend, aber wenn Kinder sich mal auf etwas freuen, kann man nicht mehr zurück. Also ab nach Friaul zum Kindercamp. Treffpunkt war der Campingplatz am Lago de Cavazzo bei Tolmezzo.

Während in Bayern 150 Liter Regen auf den Quadratmeter runter gingen, teilte der Alpenhauptkamm das Wetter so, das man hier wenigstens trocken blieb. Aber zum Canyoning war es etwas zu kühl. So wurden kurzerhand mit den Kinder Kletterübungen gemacht.

 

 Am Abend waren alle komplett: Weber, Hase, Helmlinger, Lechner mit den Orgelpfeifen: Lukas, Jasmin, Paula, Sophie, Robin, Simon – in Zahlen 1-2-4-6-7-7. Am zweiten Tag wurde es dann ernst. Die Sonne schien und wir zogen mit Simon in den Lavarie. Am Einstieg musste erst einmal eine Äskulapnatter überstiegen werden. Doch dann konnte es los gehen.

Simon zitterte sich vor Kälte mal aktiv, mal passiv, mal per Seilbahn und mal mit Hilfsperson durch die ganze Schlucht. Mal strahlte er, mal jammerte er. Man wusste nicht so recht. Doch am Ende fand er es toll und sprang sofort wieder in einen Gumpen. Ein wahrer Held.

Während die anderen Kinder mit den Weber Omas am Campingplatz mit der Slackline spielten, auf dem Campingplatz Wasser-gräben anlegten, mit Stöcken kämpften, am See Enten beobachteten, den Hund zwischendurch folterten und einfach nur glücklich waren. Abends wurde gegrillt, ein bisschen gepichelt und Glühwürmchen gesucht.

Am driritten Tag war für alle eine Höhle angesagt. Um nicht die ganzen 2 Km zu gehen, hatte Helmi ein 100m langes Seil gespannt. Das sollte das Ziel sein. Paula drehte nach einem Meter schon wieder um. Sie fand es besser Blumen zu pflücken und Kekse zu essen. Man kommt auch wenig schick aus so einer Höhle heraus. Doch die anderen Kinder waren begeistert. Wenn auch etwas durchgefroren.

Danach ging es zur Eisdiele. Jetzt war Paula auch am Zug. Und das ganz ohne zu frieren.               

Am nächsten Tag fuhren Helmlingers und Hases schon zurück. Das verlängerte Wochenende war schneller vorbei als gedacht. Kerstin, Peter und Alex durchstiegen noch den Pissanda mit anschließendem und bisher geheim gehaltenem Besuch einer Eisdiele. Danach lies man den Tag noch ausklingen um dann am darauf folgenden Tag auch die Heimreise anzutreten.

Kurz vor dem Plöckpaß weinte Paula ein bisschen. Sie wäre gerne noch geblieben. Nächstes Jahr versuchen wir unser DCV-Kindercamp in Kötschach-Mauthen zu organisieren. Alle Familien mit und ohne Kinder, jung oder alt sind herzlich eingeladen. - Peter Lechner -